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Die kostenlose Hecke

Kein Geld, aber mehr Zeit kostet die Hecke, wenn man sie selbst aus Stecklingen zieht. Mein Vater hatte seinerzeit die gesamte Hecke (Liguster) um unser Grundstück herum gezogen. Wurde natürlich nicht alles im ersten Jahr fertig, fleißige Arbeit mit etlichen Überstunden ging vor, denn das Haus mußte ja abbezahlt werden (Das Zinses-Zins-System läßt grüßen!) und etliche andere Arbeiten standen auch an.

Die ersten Stecklinge bekamen wir geschenkt und im Folgejahr (Frühsommer) konnten daraus bereits wieder neue Kopfstecklinge geschnitten werden (möglichst an einem nicht zu heißen, trüben Tag, wenn auch die Folgetage keine Hitzerekorde versprechen), die dann in die gründlich gelockerte und vorbereitete Fläche an der Grundstücksgrenze direkt gesteckt, angedrückt und gewässert wurden. Die Schnitte werden mit großer Oberfläche (schräg) mit sehr scharfem Messer (keine Quetschung) knapp unter einem Nodium (Blattknoten) durchgeführt. Fast alle Stecklinge bilden Wurzeln und wachsen zu identischen Pflanzen heran, wenn man sich entsprechend kümmert. Besprühen der Stecklinge und Jäten von konkurrierenden Wildkräutern sind dafür Voraussetzung. Diese Form der Pflanzenvermehrung nennt man vegetative Vermehrung. Verbessern kann man den Anwachserfolg durch Anzucht im Gewächshaus oder Frühbeet statt direkt am späteren Standort (Optimierte Bedingungen durch weniger Flüssigkeitsverlust, kontrollierte Sonneneinstrahlung und bessere Kontrolle).

Abgelegt unter → Gartentipps für den Sommer