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Strenger Formschnitt fördert Buchsbaumpilz

2012 hatten wir bei vielen Kunden an Buchsbaumpflanzen starke Infektionen mit dem Buchsbaumpilz festgestellt und entsprechend gegengesteuert – so wurden stark befallene Pflanzen gerodet und verbrannt, weniger geschädigte wurden zurückgeschnitten und das abgefallene Laub unter den Pflanzen vorsichtig zusammen gekehrt und per Mülltonne entsorgt.

Ein Formschnitt wurde nicht durchgeführt, ebenso entfiel er in diesem Frühjahr. Trotz des kühlen und feuchten Frühjahrs 2013 haben sich die übriggebliebenen Buchsbaumpflanzen gut erholt und stehen mit üppigem frischen Grün in den Gärten. Auch in diesem Jahr haben wir den Schnitt ausfallen lassen und freuen uns über weiteren Zuwachs.

Wichtig ist, alles zu unterlassen, was den Pilz fördert: Nicht mit der Beregnungsanlage oder dem Sprenger arbeiten, sondern mit Schlauch oder Gießkanne den Boden unter den Pflanzen alle paar Tage oder bei extremer Hitze auch jeden Tag gründlich wässern, ohne das Laub naß zu machen. Buchsbaumkugeln oder Würfel sind häufig so stark zurückgeschnitten, daß sich zwischen den Blättern kein Lüftchen regen kann und das fördert den Befall mit Krankheiten, auch mit Buchsbaumpilz.

Für Liebhaber strenger Formen mag es schwer fallen, die Pflanzen nur ab und zu, etwa alle 2 oder 3 Jahre, zu schneiden. Aber man kann sich daran gewöhnen und ein zurückhaltend  geschnittener Buxus sieht auch gut aus und paßt besser in viele Gartensituationen.