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Mulchscheiben aus Kokosfaser zur Wildkrautunterdrückung und als Winterschutz

Mulchscheiben werden im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Baumschule zur Wildkrautunterdrückung eingesetzt. Neben vielen anderen Materialien ist die Kokosfaser ein sehr gut geeigneter Rohstoff zur Herstellung dieser Scheiben und wir verwenden sie jetzt auch schon seit einigen Jahren. Sie bestehen aus verpresster reiner Kokosfaser, die mit einem Latex-Bindemittel auf natürlicher Basis stabilisiert wird. Die Mulchscheiben aus Kokosfaser verrotten erst nach 2-3 Jahren, selbst wenn sie durchgehend im Garten ausgelegt sind.

Es gibt die Scheiben in vielen Größen (meines Wissens nach Durchmesser von 12 – 90 cm) und in quadratischer Form bis 120 x 120 cm. Alle Scheiben sind mit einem Schlitz bis zum etwas erweiterten Mittelpunkt versehen und mehreren Schlitzen um den Mittelpunkt herum, um sie dem Stamm sauber anpassen zu können.

Kokosfaser-Baumscheibe mit Einschnitten

Kokosfaser-Baumscheibe mit Einschnitten

Normalerweise sind die Scheiben schlicht kokosfarben, für Innen und verspielte Gemüter gibt es sie aber auch farbig in mattem rot, blau und sonstwie Farben. Neben der ursprünglichen Anwendung, der Abdeckung von Containertöpfen in der Baumschule zur Wasserersparnis und Wildkrautunterdrückung, kann man sie für den Privatgebrauch für selbigen Zweck verwenden, aber zusätzlich im Winter als Frostschutzisolierungs-Untersetzer auf den kalten Terrassenboden legen. Damit macht dann die Abdeckhaube aus Vlies über der Pflanze und die Luftpolsterfolie um den Topf noch mehr Sinn.

Die Kokos-Mulchscheiben haben wie alle Mulchmaßnahmen den Sinn, die Luft-, Wasser- und Nährstoffkonkurrenz durch Gräser, Kräuter und Moose zu unterdrücken und man hat weniger Arbeitsaufwand für das Jäten und Wassern. Die Scheiben sind wasserdurchlässig und lassen kein Licht durch, während Wasserverluste durch Verdunstung vermieden werden.

Kokosfaser-Baumscheibe unter Thuja

Kokosfaser-Baumscheibe unter Thuja

 

Über eine andere Methode, besonders zur Erzeugung größerer Baumscheiben für größere Bäume lesen Sie hier: Baumscheiben aus Metallbändern

Im Rasen erzielen sie eine schöne runde Baumscheibe und zum Mähen nehme ich sie kurz beiseite und kann gefahrlos mit Motorsense oder Rasenmäher  bis zum Rand der Baumscheibe heranarbeiten, ohne in Gefahr zu geraten, den Stamm durch Mähfaden oder den Rasenmäher zu verletzen. Auch das Hacken im Wurzelbereich wird so vermieden und Wurzelverletzungen vorgebeugt. Im Rasen können die Baumscheiben direkt auf den Rasen gelegt werden, nach einer Weile ist das Gras darunter eingegangen und die Scheibe liegt plan auf dem abgestorbenen Gras. In Beeten und Rabatten sollte die vorgesehene Fläche von größeren Wildkräutern durch Herausziehen befreit und die Fläche eingeebnet werden. Dann kann die anfangs etwas steife (die größeren Scheiben sind durch die Faltung für den Versand etwas sperrig) Scheibe ausgelegt und angegossen werden.

 

Abgelegt unter → Gartentipps für den Winter