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Algenkalk – Dünger, Pflanzenschutz, Bodenhilfsstoff und Nahrungsergänzungsmittel für Tiere

Nach den ersten Berichten über Erfolge mit Algenkalk gegen den Buchsbaumpilz machte ich im Rahmen der Gartenpflege auch eigene Erfahrungen mit dem Produkt. So konnte ich, als ein Kunde mit Kindern und Hund fragte, ob der Kalk bedenklich für die drei sei, Entwarnung geben. Es ergab sich sogar, dass Algenkalk neben der Schutzwirkung gegen Buchsbaumzünsler und Buchsbaumpilz als Nahrungsergänzungsmittel für Hunde und Katzen sehr gebräuchlich ist. Für diese Zwecke sind meine kleinen Liefermengen auch sehr geeignet.

Bestandteile des Algenkalks

Algenkalk ist ein Naturprodukt und besteht zu 100% aus Meeresalgen (Lithothamnium Calcareum), die getrocknet und mikrofein vermahlen wurden. Er besteht aus: Calciumcarbonat, kohlensaurer Kalk (CaCO3): 82 %, Magnesiumcarbonat (MgCO3): 7 %, 4-5 % Silikaten und den Spurenelementen Eisen, Schwefel, Jod, Mangan, Zinn, Bor, Fluor, Kupfer, Zink, Selen.

Anwendungen für Algenkalk

  • Vitalisierender, pulverfeiner Rotalgenkalk optimiert den Boden-pH-Wert für Ihren Buxus und andere Pflanzen
  • verbessert die Widerstandskräfte Ihrer Pflanzen gegen Schädlinge und Krankheiten
  • Lückenlose Versorgung Ihrer Pflanzen mit lebensnotwendigen Spuren- und Makronährstoffen in leicht verfügbarer Form über Blatt und Boden
  • Empfohlen zur Blattkalkung bei Buchsbäumen und anderen befallenen Pflanzen, stört die Raupen beim Beißen und Pilze bei der Vermehrung
  • reines Naturprodukt mit Zulassung im biologischen Landbau
  • Nahrungsergänzungsmittel für Hunde und Katzen

Algenkalk im Shop

 

Algenkalk

 

Bodenhilfsstoff

Ein Quadratmeter Gartenboden verbraucht über das Jahr etwa 70 Gramm Kalk. Einen Teil nehmen die Pflanzen auf und leider wird Kalk auch ausgewaschen. Wird dieser verbrauchte Teil nicht erneut zugeführt, übersäuert der Boden mit der Zeit. Nährstoffe sind schlecht verfügbar und all dies kann zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit führen. Wie alle Kalkvarianten neutralisiert Algenkalk die Bodensäuren und wirkt damit einer langsamen Versauerung entgegen. Algenkalk bewirkt eine nachhaltige Verbesserung der physikalischen wie biochemischen Bodenqualität, wirkt positiv auf Bodenregeneration, Bodengesundheit, Bodendurchlüftung und Wasserleitfähigkeit. Er verbindet Ton- und Humus-Teilchen, der Boden wird besser durchlüftet und lockerer. Die extreme Porosität begünstigt die Bodenlockerung und hat eine besonders positive Wirkung auf die Aktivität des Bodenlebens (Zunahme der Bodenbakterien) und beschleunigt somit Zersetzungsvorgänge im Boden.

Pflanzenschutz

Werden die betroffenen Pflanzen auch im Inneren gründlich eingestäubt, dringt das feinstgemahlene Kalkmehl in Poren und Atmungsorgane der Schädlinge ein und bringt sie zum Absterben. Beißenden Schädlingen wie Raupen und kleinen Schnecken vergeht das Freßvergnügen, da der Staub ihr Kauwerkzeug stark beansprucht. Fraßschäden werden so minimiert. Außerdem wird der pH-Wert der Blattoberfläche erhöht, was sowohl die tierischen Bewohner beeinträchtigt als auch die Sporen der Pilze am Keimen hindert. Die poröse Struktur der feinen Partikel sorgt für eine starke Feuchtigkeitsaufnahme und behindert auch auf diese Weise das Keimen der Sporen.  So wirkt der Hilfsstoff auf natürliche Weise auch effektiv gegen Mehltau, Schorf und weitere gefährliche Pilze z.B. auf Rosen und Obstbäumen Der Algenkalk wird bei einer größeren Zahl von befallenen Pflanzen am besten mit einem Pulverzerstäuber ausgebracht, sobald sich die ersten Symptome zeigen. Wird der Belag vom Regen abgespült, muss die Anwendung während der Saison wiederholt werden. Da der Algenkalk auf diese Weise in den Boden gespült wird, sollte besser öfter und in geringer Dosierung gestäubt werden, um den pH-Wert des Bodens nicht übermäßig zu erhöhen.

 

Dünger

Algenkalk versorgt alle Pflanzen mit notwendigen Nährstoffen und Spurenelementen in leicht verfügbarer Form. Auch kalkliebende Pflanzen wie Rosen sind dankbar für regelmäßige Gaben von Algenkalk. Den aktuellen pH-Wert können Sie mit einem einfachen Schnelltest selber bestimmen. Übermäßige Kalkgaben fördern den Abbau von Humus im Boden: Kurzfristig werden viele Nährstoffe freigesetzt und die Pflanzen wachsen besser, aber langfristig verarmt der Boden. Um den pH-Wert nach einem Bodentest um einen Punkt zu erhöhen, brauchen Sie je nach Bodenart zwischen 250 und 500 Gramm Algenkalk pro Quadratmeter (Lehm bindet mehr Kalk als leichte Böden).  

 

Anwendung und Dosierung

Algenkalk ist ungiftig und kann mit der Hand angefasst und gestreut werden. Dennoch ist er eine leicht reizende Substanz, deren Staub Sie nicht einatmen oder in die Augen bekommen sollten. Das gilt auch für Haustiere. Beim Kalken sollten Sie (leichten) Wind daher immer im Rücken haben. Besser ist es, bei absoluter Windstille zu stäuben. Die beste und gleichmäßigste Bestäubung erreichen Sie mit einem Zerstäuber. Aber auch mit der Hand lässt sich das feine Pulver gut verteilen. 1 kg Algenkalk „Buchsbaumretter“ reicht für 20-50 m², d. h. Sie können 20 – 50 g / m² streuen, stäuben oder spritzen. Auch Ihren Kompost können Sie mit einer dünnen Schicht überpudern. Spritzverfahren: Alternativ kann der Algenkalk in Wasser gelöst werden und dann über den Buchsbaum satt auf die Blätter gesprüht werden. Anwendung nicht bei starker Sonneneinstrahlung, sondern in den Morgen- oder Abendstunden . Hierzu nehmen Sie 20 g Algenkalk (einen Esslöffel) und rühren ihn in 5 Liter Wasser. Bitte direkt vor der Anwendung die Lösung gründlich umrühren oder schütteln.

 

Nahrungsergänzungsmittel

Algenkalk beugt mit seinem hohen Gehalt an leicht verfügbaren Spurennährstoffen insbesondere Jod- und Selen-Mangelerscheinungen vor. Er ist daher auch bestens für Ihr Hochbeet und Ihre Gemüsebeete, die der eigenen Ernährung dienen, geeignet. Als Ergänzungsfuttermittel für Hunde und Katzen dient Algenkalk zur Deckung des Kalziumbedarfs und zum Ausgleich des Phosphorüberschusses bei der Fleischfütterung und Rohfütterung (BARF), wenn keine Knochen mit verfüttert werden. Er ist gut vom Körper aufnehmbar und gut dosierbar. Das fein gemahlene Pulver wird einfach unter das Futter gemischt. Algenkalk ist auch für trächtige Hündinnen und Welpen im Aufbau ideal geeignet. Die empfohlenen Dosierungen der Anbieter sollten jedoch eher nach unten korrigiert werden. Die Aktionsgemeinschaft für Tiere e.V., Haan, empfiehlt:

„Algenkalk besteht aus den Ablagerungen abgestorbener Rotalgen. Bekannt ist er eigentlich als Düngemittel, insbesondere im Bio-Anbau. Er enthält nahezu soviel Calcium wie gemörserte Eierschale (34%), allerdings auch bis zu 10% Magnesium und Spurenelemente wie Jod. Mit 6-7g pro Kilo Fleisch erreicht man hier ein in etwa ausgewogenes Ca/P-Verhältnis.“

 

Abgelegt unter → Weitere Gartentipps